Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie immer die anstehenden Vorträge, Exkursionen und andere Neuigkeiten zum MAV.

 

Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung

des Mannheimer Altertumsvereins v. 1859 findet

am 11.Mai 2017 um 18 Uhr statt

Museum Zeughaus C5 / Florian-Waldeck-Saal / 18 Uhr

 

Vortragsreihe MAV 2016/17 Die Vortragsreihe des Mannheimer Altertumsvereins mit spannenden Vorträgen zur lokalen und regionalen Geschichte sowie zur Archäologie und Kunstgeschichte beginnt wieder am 15. September 2016. Das ausführliche Programm liegt ab Ende August in den Reiss-Engelhorn-Museen aus oder Sie können sich den Flyer hier herunterladen. MAV_Vorträge_2016-17

 

Do 11. Mai 2017 / Museum Zeughaus C5 / Florian-Waldeck-Saal / 19 Uhr

Dr. Sebastian Parzer, Obrigheim/Baden

Oberbürgermeister Dr. Fritz Cahn-Garnier

Bei der ersten Direktwahl des Mannheimer Oberbürgermeisters nach dem Zweiten Weltkrieg im Februar 1948 konnte sich der Jurist Dr. Fritz Cahn-Garnier gegen den von Amerikanern eingesetzten Amtsinhaber Josef Braun durchsetzen. Doch nur etwas mehr als ein Jahr war es dem rassisch Verfolgten der NS-Diktatur vergönnt, die Geschicke der Stadt zu lenken. Im Juni 1949  erlag er einem Herzinfarkt. In dieser kurzen Zeit hat Cahn-Garnier entscheidende erste Schritte zum Wiederaufbau Mannheims unternommen. Neben der Wiederherstellung der Infrastruktur und der Schaffung von Wohnraum setzte er sich besonders für einen Neuanfang im kulturellen Bereich ein.

 

Neu seit März 2017:

Mannheimer Geschichtsblätter Band 32: 

Hrsg. Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß, Hermann Wiegand, Günter Eitenmüller

05-016_300dpi Der zweite Halbjahresband 2016 belegt ein weiteresMal, dass dem historisch forschenden Blick jede materielle Hinterlassenschaft menschlichen Tuns eine Quelle möglicher Erkenntnis ist, vom steinernen Prunkbau bis zum einfachen Blatt beschriebenenPapiers. Der glücklicherweise erhaltene Brief einer Putzmacherin aus Mannheim, adressiert an Goethe inWeimar, berichtet vom mühsamen Leben eineralleinstehenden Frau „aus dem Volke” im Mannheimder Kurfürstenzeit.

Mut, erwachsen aus Status und Verpflichtung seines Amtes, zeigte auch der hier vorgestellte Johann Georg Hörner, Bürgermeister von Seckenheim, im zähen
Kampf um das Wohlergehen seiner Gemeinde und dieFreiheit seines Landes.
Ein hoher sozialer Status überwindet die Grenzen von Geschlechterrollen, wie am Beispiel von Kaiserin Cixizu sehen ist. Künstlerische Betätigung, für Frauen
lange Jahrhunderte verpönt, wurde von ihr geradezu erwartet; die Reiss-Engelhorn-Museen bewahren einige ihrer Werke, hier werden sie vorgestellt.
Drückt sich das finanziell abgesicherte Statusbewusstsein eines stolzen Bürgertums im Stadtbild aus wie in Mannheim am Ende des 19. Jahrhunderts, entstehen Schöpfungen wiedie des Architekten Bruno Schmitz. Seiner aufs Repräsentative gerichteten, kaum begrenzten Imagination gelangen Gebäude wie der Rosengarten, dessen ursprüngliche Gestalt hier unter anderem in Bildern festgehalten ist. Ein neues Forschungsprojekt widmet sich den
römischen Grabsteinen in den Reiss-Engelhorn-Museen, ein Beitrag eröffnet erste Einblicke.

 

 

 

In aufrichtiger Anteilnahme trauern wir um unseren langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden

Hansjörg Probst

Oberstudiendirektor i.R.

*10.5.1932 – † 1.12.2016

 

weiters zuletzt erschienen:

Rhein-Neckar-Kreis – Bausteine zur Kreisgeschichte Band 11:

Marquard Freher (1565-1614) – Historiker, Jurist und Dichter der Kurpfalz Hrsg.: Jörg Kreutz, Hermann Wiegand

 

Mannheimer Geschichtsblätter Band 31: 

Hrsg. Alfried Wieczorek, Ulrich Nieß, Hermann Wiegand, Günter Eitenmüller

CoverMG31 „Die Zeiten der Vergangenheit sind uns ein Buch mit sieben Siegeln” – doch zumindest Blicke in das Buch sind möglich. Dafür sorgen Leidenschaft, Fleißund Akribie der Historikerinnen und Historiker, die den Quellen mit Hartnäckigkeit und Fachkunde das Wissen um Vergangenes abringen. Ihre Erkenntnisse teilen die Geschichtswissenschaftler auf unterschiedliche Weise mit der Öffentlichkeit, in Aufsätzen und Büchern, in Vorträgen oder Ausstellungen, Mannheim ist ein in langer Tradition etablierter und weiterhin ertragreicher Standort solcher Forschung. Für die Vermittlung historischen Wissens sorgen gleich mehrere Institutionen in der Quadratestadt, einige davon stellen Forschungsergebnisse hier vor: Vorträge sind abgedruckt, es gibt Rezensionen neuer Bücher über ehemalige und jetzige Bürger der Stadt und Berichte über Ausstellungen. Das Leben in weit zurückliegenden Zeiten gerät ebenso in den Blick wie das gegenwärtige.

 

 

 

 

 

 

 

In omnibus veritas: 250 Jahre Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften in Mannheim (1763 – 1806).

Hrsg. Jörg Kreutz, Wilhelm Kreutz, Hermann Wiegand. Wellhöfer Verlag, Mannheim 2014.

135_Titel_web Der vorliegende Sammelband beleuchtet die Geschichte der im Oktober 1763 von Kurfürst Carl Theodor gestifteten Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften, die bis zu ihrer Vereinigung mit der Kurbayerischen Akademie der Wissenschaften im Jahr 1803 zu den herausragenden wissenschaftlichen Institutionen Europas zählte. Vereint werden erstmals Beiträge über die Forschungen der wichtigsten Mitglieder der Historischen, der Physikalisch-Naturwissenschaftlichen und der Meteorologischen Klasse der Mannheimer Akademie, ebenso über die mit ihr eng verbundene Deutsche Gesellschaft und über ihre Verflechtung mit dem Netzwerk der europäischen Aufklärung. Das Verzeichnis aller Mitglieder, die Zusammenstellung aller Preisfragen, das Inhaltsverzeichnis aller zwischen 1766 und 1794 erschienenen Bände der Akademie-Abhandlungen ergänzen die profunden Porträts ihrer Repräsentanten sowie die Geschichte ihrer Auflösung und die der 1909 gegründeten Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Das aus Anlass der 250. Wiederkehr der Akademiegründung vom Mannheimer Altertumsverein initiierte Buch erinnert an diese wichtige Epoche der kurpfälzischen Wissenschaftsgeschichte.