Franz-Schnabel-Preis

des Mannheimer Altertumsvereins von 1859

für herausragende Bachelor- oder Master-Abschlussarbeiten und Dissertationen

Der Preis trägt den Namen des bedeutenden deutschen Historikers und Ehrenbürgers unserer Stadt Franz Schnabel.

Franz Schnabel war dem Mannheimer Altertumsverein von Jugend an eng verbunden. Er vermachte dem Verein einen Teil seines Vermögens mit der Auflage, die Erträge dieses Vermögens zur Förderung der lokalen und regionalen Geschichtsforschung zu verwenden.

Der Preis

Mit dem Franz-Schnabel-Preis sollen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und deren hervorragende Leistungen in wissenschaftlicher Erforschung und Darstellung von Themen zur politischen Geschichte sowie zur Sozial-, Wirtschafts-, Kultur- und Literaturgeschichte der Stadt Mannheim und der Region der ehemaligen Kurpfalz gefördert werden. Damit trägt der Preis dazu bei, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Die Verleihung des Preises erfolgt alle zwei Jahre. Sollten die Voraussetzungen zur Verleihung des Preises nicht erfüllt sein, behält es sich die Auswahlkommission vor, den Preis auszusetzen.

Der Preis umfasst die Finanzierung der Drucklegung (bei Dissertationen in der Reihe der „Mannheimer historischen Schriften“) einer Arbeit in deutscher Sprache.

Falls die Drucklegung nicht im Rahmen der Reihe der „Mannheimer historischen Schriften“ erfolgt, wird ein Preisgeld von 1.500 EURO für Dissertationen, 1000 EURO für Masterarbeiten und 750 EURO für Bachelorarbeiten verliehen.

Preisträgerinnen / Preisträger

2019

Kira Keßler, M.A.

Masterarbeit: „Frau Natters Salon. Eine Studie zur bürgerlichen Objektkultur anhand der Mannheimer Verlassenschaftsakten“

2021

Lea Oberländer, M.A.

Dissertation: Mannheims verdrängte Opfer. Porträt einer Stadt im System der NS-“Euthanasie“

Die Teilnahmebedingungen

Bewerbungsberechtigt sind alle Autorinnen und Autoren, die ihre Studienabschlussarbeit oder Dissertation in den Geschichtswissenschaften oder einer historisch arbeitenden Disziplin während eines Zeitraums von nicht länger als zwei Jahren vor Ende der Anmeldefrist eingereicht haben und deren Masterarbeit mit der Note „sehr gut“ bzw. deren Dissertation mit den Noten „summa cum laude“ oder „magna cum laude“ benotet wurde.

Vorschlagsberechtigt sind Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die ein historisches Fach vertreten, außerdem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in vergleichbarer Stellung in außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Die Auswahlkommission

Der Franz-Schnabel-Preis wird von Mitgliedern des Vorstandes des Mannheimer Altertumsvereins ausgewählt, die als Dozenten an den Universitäten in Mannheim und Heidelberg tätig sind.