Tasse Weihnachten 1928

Tasse Weihnachten 1928

08.12.2023

Tasse Weihnachten 1928, ungemarkt

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden in Thüringen viele Tassen mit aufgemalten oder aufgedruckten Inschriften zu besonderen Gelegenheiten produziert, etwa in den Porzellanfabriken Reinecke oder Wilhelm Jäger, beide in Eisenberg ansässig. Viele Tassen verfügen über einen leicht eckigen Henkel, der noch deutliche Anleihen an den Jugendstil zeigt. In gold- oder silberfarbenen Buchstaben wurden Anlässe benannt, bei der vorliegenden Tasse „Weihnachten 1928“. Derartige Tassen mit Untertassen, sowie Becher und Teller aus Porzellan wurden oft über die „Vereinigten Verkaufsstellen der Anstalt Bethel in Bielefeld“ vertrieben, deren Verkaufsprospekte „Für Advent und Weihnachten“ an Kirchen und Pfarrgemeinden verschickt wurden. In einem Prospekt von 1938 heißt es „in unserer Porzellan-Malerei werden die Tassen, Teller und Becher mit entsprechenden Bildern und Aufschriften versehen und es sei daher möglich, besondere Wünsche zu berücksichtigen. Sämtliche Teile, welche mit „Fröhliche Weihnachten“ oder „Gesegnete Weihnachten“ abgebildet sind, können auf Wunsch auch mit der Schrift „Weihnachten 19..“, diejenigen mit Kindergottesdienst auch mit „Sonntagsschule“, „Kindergarten“ oder „Kinderschule“ zum gleichen Preis geliefert werden. Die Schriften waren gegen einen Mehrpreis bestellbar. Um die Kosten zu decken wurde empfohlen, mindestens fünf Dutzend von jeder Nummer zu bestellen.

Abb.: privat, Sammlung Rosemarie Wiegand