Alle Bände der Mannheimer historischen Schriften sind im verlag regionalkultur erschienen und können über diesen bezogen werden. Daneben steht Ihnen auch die Möglichkeit offen, sich bei Interesse direkt an die Geschäftsstelle des MAV zu wenden.

Mannheimer historische Schriften, Band 1

Sebastian Parzer: “Mannheim soll nicht nur als Stadt der Arbeit neu erstehen…” Die zweite Amtszeit des Mannheimer Oberbürgermeisters Hermann Heimerich (1949-1955)

1949 wählten die Einwohner Mannheims Hermann Heimerich mit großer Mehrheit zum  zweiten Mal zu ihrem Oberbürgermeister. Damit rehabilierten sie einen Politiker, den die Nationalsozialisten im März 1933 in übelster Manier aus dem Amt gedrängt hatten. Die Studie untersucht auf umfangreicher Quellengrundlage am Beispiel der Quadratestadt die Rolle des Oberbürgermeisters und der Kommunalverwaltung beim Wiederaufbau einer westdeutschen Industriemetropole in der ersten Hälfte der 1950er Jahre.

ISBN-Nr. 978-3-89735-545-3 / 296 Seiten mit 10 Abbildungen, broschiert / 2008 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 15€ statt 19,90€

 

 

Mannheimer historische Schriften, Band 2

Günter Ebersold: Louise von Hompesch (1775/77-1801) und ihre Familie. Eine Frau zwischen Tradition und Revolution

Louise von Hompesch, die Tochter des einflussreichen pfalz-bayerischen Ministers Franz Karl Freiherr von Hompesch, war nicht nur von den ab 1789 aus Frankreich kommenden revolutionären Ideen fasziniert und lehnte die alte Gesellschaftsordnung mit ihren Standesunterschieden ab, sie verliebte sich zum Entsetzen ihres Vaters auch noch in einen französischen, überdies verheirateten General. Vor dem Hintergrund der gewaltigen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Europa lässt ihre auf breiter Quellengrundlage erstellte Biographien den Leser den Kampf zwischen Vater und Tochter miterleben, den sie verlor. Louise starb mit nur 25 Jahren an einem Schlaganfall.

ISBN-Nr. 978-3-89735-593-4 / 160 Seiten mit 15 Abbildungen, broschiert / 2009 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 12,90€ statt 15,90€

 

Mannheimer historische Schriften, Band 3

Jörg Kreutz: Cosimo Alessandro Collini (1727-1806). Ein europäischer Aufklärer am kurpfälzischen Hof

Die Studie untersucht erstmals das gesamte wissenschaftliche Werk des 1759 an den kurpfälzischen Hof berufenen Florentiners Cosimo Alessandro Collini, dessen Bedeutung als Universalgelehrter heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Als Geheimer Sekretär, Hofhistoriograph, Mitglied der 1763 gegründeten Akadmie der Wissenschaften und als Direktor des Naturalienkabinetts gelang es dem ehemaligen Sekretär und Weggefährten Voltaires, sich in seiner nahezu fünfzigjährigen Mannheimer Schaffensperiode durch seine historischen, naturkundlich-mineralogischen und literarischen Arbeiten als Repräsentant einer ebenso kosmopolitischen wie enzyklopädischen Aufklärung zu etablieren. Collini nahm nicht nur als Mittelsmann zwischen Kurfürst Carl Theodor und Voltaire eine wichtige Rolle ein, sondern setzte sich 1802/03 auch mit aller Kraft gegen die Auflösung der Mannheimer Akademie der Wissenschaften zur Wehr.

ISBN-Nr. 978-3-89735-597-2 / 682 Seiten mit 33 Abbildungen, fester Einband / 2009 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 30€ statt 34,80€

Mannheimer historische Schriften, Band 4

Hansjörg Probst: Das Mannheimer Flurnamenlexikon

Das Lexikon bietet eine lexikarische Darstellung des vollständigen Flurnamensbestands der Gesamtgemarkung Mannheims. Rund 1100 Flurnamen werden etymologisch erfasst und erläutert. Das Buch ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung: Hansjörg Probst sammelte mehrere tausend Belege, die einen umfassenden Einblick in diesen Bereich der Sprachgeschichte ermöglichen. Daneben bietet das Lexikon auch eine historische Auswertung der Bezeichnungen, wobei besonders auf Neckerau, den Odenwald, Ladenburg, Altrip und Heidelberg eingegangen wird.

ISBN-Nr. 978-3-89735-631-3 / 312 Seiten mit 56 überwiegend farbigen historischen Karten und Abbildungen, fester Einband / 2010 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 25,80€ statt 29,80€

 

Mannheimer historische Schriften, Band 5

Wilhelm Kühlmann / Hermann Wiegand (Hg): Julius Wilhelm Zincgref und der Heidelberger Späthumanismus. Zur Blüte- und Kampfzeit der calvinistischen Kurpfalz

Der vorliegende Band versammelt die Vorträge einer Tagung, die dem Werdegang, Werk, geistigem Milieu und literarischem Netzwerk des pfälzischen Dichters, Gelehrten, Publizisten und Politikers Julius Wilhelm Zincgref (1591-1635) gewidmet war. Die Vorträge werden hier ergänzt durch die Ergebnisse weiterer Forschungen vor allem quellenkundlicher Art, die in Heidelberg sowie im Zusammenhang der von Dieter Mertens und Theodor Verweyen betreuten großem Gesamtausgabe der Werke Zincgrefs vorangetrieben wurden. Mit Zincgref rückt in den Mittelpunkt eine repräsentative Schlüsselfigur zwischen der universalen lateinischen Gelehrtenkultur des europäischen Späthumanismus und der nun einsetzenden neuen deutschsprachigen Kunstdichtung, die flankiert wurde von verschiedenen Formen der politisch-patriotischen, durchaus auch konfessionspolitisch engagierten Publizistik. So fesselnd wie kein anderer Autor führt uns Zincgref in die “Blüte- und Kampfzeit der calvinistischen Kurpfalz” vor dem Dreißigjährigen Krieg ein. Im belagerten Heidelberg hielt Zincgref an verantwortlicher Stelle bis zum bitteren Ende (1622) aus, gehörte auch zu den Autoren, die wortmächtig zum Widerstand gegen die politisch-militärische Front der katholischen Mächte aufriefen. Umso schmerzhafter wurde er in den Strudel der pfälzischen Katastrophe nach der verlorenen Schlacht am Weißen Berg hineingezogen, erlebte die Nöte des Exils, ohne von seinen literarischen Ambitionen abzulassen.

ISBN-Nr. 978-3-89735-660-3 / 522 Seiten mit 25 Abbildungen, fester Einband / 2011 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 30€ statt 34,80€

Mannheimer historische Schriften, Band 6

Franz Jungbluth: Mannheim 1914. Stadtgeschichte, Weltkriegsmobilisierung und Burgfriedenspolitik

Ausgehend von der spezifischen Mannheimer „Friedenskultur“, die die Stadt im Wandel von der Handels- zur Industriemetropole seit dem späten 19. Jahrhundert prägte, analysiert die Arbeit die Umsetzung der sogenannten Burgfriedenspolitik auf kommunaler Ebene. Jenseits der militärischen Mobilmachungspläne war das wilhelminische Kaiserreich kaum auf die sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines Weltkriegs eingestellt. Daher lag die Verantwortung für diese „soziale Mobilmachung“ vor allem in den Händen der lokalen Politik, besonders in den Großstädten.Die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen der vorangegangenen 20 Jahre hatten in Mannheim zu einer sehr eigenen politischen Kultur geführt. Vielfältige Teilöffentlichkeiten hatten die Stadt von jeher geprägt. Mit dem „amerikanischen Bevölkerungswachstum“ durch die Industrialisierung erweiterte sich diese Vielfalt, allerdings ohne dass es zum großen Krach kam. Alteingesessene Bürger und zugezogene Arbeiter fanden in den städtischen Gremien zu einer bemerkenswerten Aushandlungs- und Kompromissbereitschaft. Wie diese durch den Kriegsausbruch auf politischer, gesellschaftlicher und religiöser Ebene vor eine Zerreißprobe gestellt wurde, der sie letztlich nicht gewachsen war, ist Thema dieser Untersuchung.

ISBN-Nr. 978-3-89735-703-7 / 236 Seiten mit 10 Abbildungen, Broschur / 2013 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 15€ statt 19,90€

Mannheimer historische Schriften, Band 7

Grit Arnscheidt / Peter Galli: Friedrich Daniel Bassermann. Zum 200. Geburtstag eines bedeutenden Mannheimer

Kommentierte Edition einer Schenkung von Papieren aus Familienbesitz
„Es sind doch starke Wurzeln, die uns an die Vaterstadt binden“, bekennt Friedrich Daniel Bassermann (1811–1855) in einem der Dokumente, die Dank einer Schenkung aus Familienbesitz in der vorliegenden kommentierten Edition präsentiert werden können. Der Mannheimer Altertums¬verein von 1859 erinnert mit diesem Band an den Geburtstag dieses bedeutenden Mannheimers und deutschen Politikers vor 200 Jahren.
Mit nahezu 100 Dokumenten umfasst die Schenkung Einzelstücke politischer und privater Korrespondenz, unbekannte biographische Zeugnisse von Bassermanns Leben und Wirken als Handelsmann und Verleger, als Kommunal- und Landespolitiker, als Mitglied der Deutschen Nationalversammlung und der Provisorischen Reichsregierung 1848/49. Die Quellen überliefern das Geschehen jener Jahre nicht nur in der politischen Analyse der beteiligten Akteure, sondern vermitteln zuweilen auch die private Dimension des Revolutionserlebnisses.
Der ausführliche Kommentar erschließt die Dokumente in ihrem historischen Kontext durch weiterführende Recherchen und Ermittlung von ergänzendem archivalischen und publizistischen Material, illustriert durch zahlreiche zum Teil wenig bekannte Abbildungen. Damit möchte diese Veröffentlichung die Bedeutung Friedrich Daniel Bassermanns wieder ins Blickfeld rücken und zugleich Anregungen geben zu weiterer Beschäftigung mit diesem herausragenden Repräsentanten der deutschen Parlamentsgeschichte und berühmten Sohn Mannheims.

ISBN-Nr. 978-3-89735-702-0 / 560 Seiten mit 74 zum Teil farbigen Abbildungen, fester Einband / 2011 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 30€ statt 36,80€

Mannheimer historische Schriften. Band

Alexander Kraft: Die pfälzische Sozialdemokratie in der Weimarer Republik

Die 15 Jahre der Weimarer Republik waren eine mehr als nur bewegte Zeit in der deutschen Geschichte – schwer hatte der junge Staat mit den wirtschaftlichen und politischen Lasten des verlorenen Weltkrieges zu kämpfen. Besonders ins Gewicht fielen diese Faktoren in der Pfalz, die bis 1930 französisch besetzt war. Als eine der stärksten politischen Kräfte hat sich hier die Sozialdemokratie in ihrer Republiktreue zahlreicher Gegner erwehren müssen: Monarchisten und Militaristen von rechts trat sie genauso entschieden entgegen wie Kommunisten und Sektierern von links, pfälzischen und rheinischen Separatisten genauso wie der teils autoritär agierenden bayerischen Staatsregierung. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus als ernstzunehmende politische Kraft Ende der 1920er Jahre wurde sie nicht nur vom Kampf gegen den Faschismus geprägt, sondern auch von der immer schmerzhafteren Pflicht, mit jenen Kompromisse einzugehen, die man einst als Feinde bekämpft hatte. Am Ende konnte es auch die zuvor so starke SPD nicht verhindern, dass sich die Pfalz zu einer Hochburg des Nationalsozialismus entwickelte.
Mit diesem Band legt Alexander Kraft nun erstmals eine umfassende Darstellung der Geschichte der Sozialdemokratie in der Pfalz zur Zeit der Weimarer Republik vor. In großem Detailreichtum werden die Höhen und Tiefen der pfälzischen Demokratie beleuchtet und damit ein intensiver Einblick in eine Zeit gegeben, deren Vielschichtigkeit und Turbulenz in der deutschen Geschichte ihresgleichen sucht – und eine spannende Lektüre verspricht.
Hrsg. von Hermann Wiegand, Wilhelm Kreutz und dem Mannheimer Altertumsverein von 1859.

ISBN 978-3-89735-809-6 /328 S. mit 13 Abb., 15 Grafiken, 35 Tabellen und einer CD mit umfangreichem Datenmaterial. Broschur / 2014 / Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 20€ statt 24,80€

Mannheimer historische Schriften. Band 10

Günther Ebersold: Alter, neuer und “natürlicher” Adel – Karrieren am kurpfälzischen Hof im 18. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert hat der europäische Adel nicht nur seine Privilegien, sondern auch einen Großteil seines gesellschaftlichen Renommees verloren. Galante Noblesse, aristokratische Conduite oder gar ein blaublütiger Stammbaum spielen, so scheint es, heutzutage eine immer geringere Rolle. Doch dass dies keine Besonderheit der Moderne ist, zeigen Günther Ebersolds detaillierte Untersuchungen adeliger Karrieren am kurpfälzischen Hof Carl Theodors. Die Mannheimer Hofgesellschaft vereinte bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Nachkommen alteingesessener Adelsgeschlechter, nobilitierte Bürger des neuen Beamtenadels oder die in den Adelsstand erhobenen unehelichen oder – wie die Zeitgenossen sie bezeichneten – „natürlichen“ Kinder des Kurfürsten. Neben der umfangreichen Studie zu Leben und Werk des Beamten, Aufklärers und Wohltäters Ferdinand Adrian Freiherr von Lamezan, mit welcher der Verfasser größtenteils Neuland betritt, widmet er sich in drei weiteren biografischen Porträts den Zwillingstöchtern Carl Theodors, Eleonore und Friederike von Bretzenheim, dem sächsischen Gesandten Andreas Graf von Riaucour sowie den Freiherrn von Wieser. Seine ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Ausführungen unterstreichen zum einen, dass der „Zweite Stand“ auch im Ancien Régime keineswegs homogen war, sondern eine Mischung aus altem, neuem und „natürlichem“ Adel. Zum anderen verdeutlichen sie, welche Attribute außer dem Adelsprädikat notwendig waren, um ein auch in den Augen der Adelsgesellschaft standesgemäßes Leben zu führen.

Hrsg. von Hermann Wiegand, Wilhelm Kreutz sowie dem Mannheimer Altertumsverein von 1859

ISBN 978-3-89735-724-2 / 160 Seiten mit 36 Abbildungen /2014 /Mitglieder erhalten die Ausgabe zu einem Vorzugspreis von 12€ statt 16,90€