Die Stiftung und ihre Zwecke

Die Kurpfalz-Stiftung Franz Schnabel trägt den Namen des bedeutenden deutschen Historikers und Ehrenbürgers unserer Stadt.

Franz Schnabel war dem Mannheimer Altertumsverein von Jugend an eng verbunden. Er vermachte dem Verein sein Vermögen mit der Auflage, die Erträge dieses Vermögens zur Förderung der lokalen und regionalen Geschichtsforschung zu verwenden.

Mit den Mitteln des Franz-Schnabel-Vermögens gab der Verein die Reihen der Mannheimer Hefte (1952-1996) sowie die Kleinen Schriften (bis 1997) heraus. Zahlreiche Monografien, die sich mit lokalen und regionalen Persönlichkeiten sowie alteingesessenen Institutionen aus Mannheim und der ehemaligen Kurpfalz beschäftigen, waren und sind nur durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung möglich.

Die traditionelle Zeitschrift der Mannheimer Geschichtsblätter, die von Friedrich Walter in den Jahren 1900 bis 1940 sowie von 1994 bis 2000 unter dem Titel Mannheimer Geschichtsblätter – Neue Folge herausgegeben wurde, erscheint seit 2006 mit zwei Ausgaben pro Jahr. Die Herausgeber, die sich aus dem Mannheimer Altertumsverein, den Reiss-Engelhorn-Museen, dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte sowie dem Fördererkreis der Reiss-Engelhorn-Museen zusammensetzen, bieten eine regionalübergreifende Plattform für die historische Forschung zur Mannheimer Stadtgeschichte und kurpfälzischen Landesgeschichte und informieren gleichzeitig über Ausstellungen und Forschungsprojekte ihrer Institutionen.

In der Reihe der Mannheimer historische Schriften erscheinen seit 2008 vorwiegend Dissertationen junger Wissenschaftler, die in diesem Rahmen ihre Forschungsergebnisse dem Fachpublikum und historisch interessierten Laien präsentieren können.

Die Stiftung stellt zudem Gelder für Restaurierungsmaßnahmen und für Ankäufe von Objekten wie Gemälde, Grafiken oder Handschriften zur Verfügung. Bei den Neuerwerbungen handelt es sich um gezielte Ankäufe, welche die bereits seit den Anfängen des Mannheimer Altertumsvereins von 1859 stetig erweiterten Bestände sinnvoll ergänzen.

Für die Neupräsentation der Mannheimer Römersteine, hat der Mannheimer Altertumsverein, unterstützt von einigen privaten Förderern, die Reinigung und aufwendige Restaurierung der Römersteine aus der kurfürstlichen Sammlung Carl Theodors ermöglicht.

Das sich seit dem Jahr 2015 im MAV-Besitz befindliche Barockporträt mit dem Titel „Nicolas Maillot de la Treille“ (1725 – 1794) zeigt den Hofkaplan und Bibliothekar unter Kurfürst Carl Theodor um 1780. Zugeschrieben werden kann es dem am Kurpfälzer Hof tätigen Hofmaler Johann Wilhelm Hofnaas (1727 – 1795). Das erworbene Gemälde stellt eine ausgezeichnete Erweiterung der Sammlung von Porträts aus der Zeit des Kurfürsten Carl Theodors dar.

 

Vorsitzender des Stiftungsvorstands                       Vorsitzender des Stiftungsrats

Prof. Dr. Hermann Wiegand                                      Prof. Dr. Wilhelm Kreutz